Vanilla Sky

hund

Über verzerrte Realitätswahrnehmungen, oder: Der Hund, der seinen Schwanz jagt.

Sinn dieses Beitrages ist, die Betrachtung der Thematik Spiritualität zu schärfen. Es existieren zu viele Informationen zu diesem Thema, die zudem in zu vielen Worten zu viel Informationsballast verbreiten. Geredet wird von Erleuchtung oder göttlicher Einheit, aber nur wenige wissen, worum es sich tatsächlich dreht. Als Resultat rennen Millionen von Irritierten und vermeintlich Erleuchteten umher und fühlen sich in ihren Yogakursen, Retreats, Trips nach Tibet, usw. ganz furchtbar spirituell, ohne genau zu wissen, wie sie effektive Schritte umsetzen sollen. Ähnlich, wie Kirchengänger, die sich nach 3 Jahrzehnten sonntäglicher Gottesdienstberieselung immer noch nicht weiter entwickelt haben. Daß meist nicht verstanden wird, worum es bei dem Thema geht, ist Anlaß dieses Blogbeitrages.

Was viele über das Thema Spiritualität denken, reicht von „Ich bin im Einklang und Harmonie mit der Welt.“ über „Ich gehe zum Yoga, sage Ommm und bringe durch meine positiven Schwingungen die Welt in Richtung Liebe.“ bis hin zu „Wir sind alle Eins und haben uns alle lieb.“ Wenn man dann nachfragt, weiß keiner so recht zu beantworten, was er mit Einssein meint. Prinzipiell ist das Thema zu einer Art Popkultur verzerrt, so wie Yoga zu einer Sportart mit selbstherrlichen Gurus, die ihr Ego vermarkten, mutierte.

Was ist Spiritualität und warum ist das Thema relevant?

Die spirituelle Betrachtungsweise des Universums ist die Vertretung des Standpunktes, daß alles, was sich in Materieform darstellt, den Ursprung in einer zugrundeliegenden intelligenten und strukturgebenden geistigen Ursache hat, die außerhalb von Raum und Zeit existiert; eine gedankliche, körperlose Entität, die sich wie in einem hochrealen Traum selbst darstellt und beobachtet quasi. Zeit ist eine sequentiell wahrgenommene Zustandsänderung der Darstellungsvariationen, wie in einem Daumenkino. Das Gegenteil ist Materialismus, der davon ausgeht, alles bestünde aus kleinsten Bauteilchen, die durch Zufall aus einem Nichts in einem Knall entstanden sind und sich irgendwie aus heiterem Himmel in diesem Nichts physikalische Gesetze und sog. Grundkräfte (Gravitation, Elektromagnetismus, schwache und starke Kernkraft) aneigneten, um sich dann über die Zeit zu größeren und kleineren Materieansammlungen und Systemen zu verbinden. Also vereinfacht: Ein absolutes Nichts erschafft plötzlich in einem wilden Knall ein Etwas, das aus dem Chaos dieser ominösen Explosion dann hochkomplexe, fraktale Präzisionssysteme aus Form werden läßt. Selbst im Jahr 2017 gibt es noch viele Anhänger dieses bizarren Paradigmas.

Ein kleine Hilfestellung für unsere materialistischen Vertreter an dieser Stelle: Die Perfektion in den sog. Naturgesetzen, wie auch die lückenlose Abweichungslosigkeit und Reproduzierbarkeit in den Verhaltensgrundsätzen von Teilchen, Elektrizität, Strahlung, etc. sollte zeigen, daß unabhängig der Position auf der universellen Größenskala stets alles perfekten Ordnungen folgt. Das menschliche Bewußtsein, ebenfalls in das System Universum eingebunden und laut materialistischer Betrachtungsweise nur Produkt aus biochemischen und elektromagnetischen Prozessen im Körpersystem Mensch, welches auch nur ein Materiesystem und somit Ausdruck der scheinbaren Perfektion aller Elementarteilchen und physikalischen Grundgesetze ist, entwickelt dann entgegen der logisch erscheinenden Annahme, es sollte stets gleichmütig sein und harmonisch geordnet fühlen und denken (wie ein Elektron geordnet um den Kern „rotiert“ in immer derselben geordneten Weise), plötzlich schwer chaotische Störmuster, wie Depressionen, Selbstverstümmelungen, Folter, Angst vor körperlichem Zerfall und Tod, Sinnfindungsversuche und Betäubung der Erfolglosigkeit des letztgenannten Punktes mit Materiekonsum. Dies ist dann doch irgendwie eher Hinweis auf den Fehler der Theorie eines materialistischen Universums, das ja schließlich aus perfekten Abläufen bestehen soll. Das Kausalitätsprinzip läßt einen schnellen und unkomplizierten Rückschluß auf den Charakter der Ursache beim Betrachten der Wirkungen auf Erden zu.

Auch scheint sich die Divergenz aus Aberkennung der Möglichkeit eines Perpetuum-Mobile und dem Umstand einer ausbleibenden Temporeduktion in der Erdrotation um ihr Zentralgestirn, vielen nicht zu erschließen. Spiritualität, wenn richtig angewendet, sowie das Verständnis des Hintergrundes des ganzen Schauspiels, ist imstande, das, was man als Leben bezeichnet, signifikant zu verbessern. Wie in allen Bereichen, ist auch hier Beharrlichkeit, Selbstreflektion und Ändern des eigenen Denkens, Fühlens, Sprechens und Verhaltens unabdingbar.

Hier nun also ein kurzes Briefing über das, was wir sind: Alle großen spirituellen Lehren, Mysterientraditionen, wie auch die esoterischen Strömungen der Weltreligionen, haben als Primärziel das Wiedererlangen des Zustandes eines ursprünglichen, universellen Bewußtseins. Im Yoga Samadi (samādhi) genannt, das Einssein mit Gott, dem Ursprung allen Seins und zentrale Quelle von Materie und Struktur, wie auch dem, was ein Kleinkind ab dem 3. bis 4. Lebensjahr als Bewußtsein in individualisierter Form entwickelt, ist dies der tatsächliche und unverfälschte Seinszustand einer Wesenheit, welche eine raumlose und zeitlose Entität (Universelles Bewusstsein oder Gott) ist und die sich in einer Art Wahnvorstellung verirrt hat, ähnlich wie Tom Cruise in Vanilla Sky sich in seiner Gefrierschock-Entertainmentvorstellung verhedderte. Die dieser Wesenheit zueigene Fähigkeit, aus purem Denken konkrete Form zu erschaffen, welche sich durch Vibrationsfelder darstellt, resultiert durch diese schöpferische Macht ein Universum aus sich diametral gegenüberstehenden (polaren) Gegensätzen in einer fraktalen Ausbreitung kleiner und großer Oszillationszyklen aus Entstehung und Niedergang, Leid und Freud, Krieg und Frieden, Urknalle und Verschlingungsprozessen in schwarze Löcher. Zentrales Charakteristikum ist der periodische Wechsel von Zuständen.

Durch das Nicht-Vorhandensein einer zeitlich fortlaufenden, sequentiellen Folge von Zustandsänderungen (Raum und Zeit) existiert in der ursprünglichen, gesunden Einheitswahrnehmung dieser Wesenheit eine dauerhafte, zeitlose Harmonie. Sorgen, Ängste, Wut und weitere Emotionen, die als leidvoll bezeichnet werden können, existieren nicht im Zustand der Einheit, sondern lediglich in der konzeptionalisierten Wahrnehmungsebene einer sich scheinbar außerhalb von einem Menschen existierenden Welt. Der Mensch selbst ist ein weiteres polares Erzeugnis und Bewußtseinsfragment dieser Wesenheit. Diese negativen Empfindungen werden durch das Prinzip des Konkurrenz- und Mangelbewußtseins ermöglicht, welches dem polaren oder dualistischem Universum inhärent ist und sich ergo bis in das fragmentierte Schöpfungsergebnis Menschheit ausdrückt.

Das Problem von Raum und Zeit im polaren Universum

Das Konzept „Raum“ im dualistischen Universum beinhaltet Endlichkeit, welche als Kernursache den kausalen Ursprung sämtlicher auf Mangel und Knappheit basierten Konflikte stellt. Die Illusion der Endlichkeit auf das Leben angewendet, begünstigt destruktive Verhaltensmuster einzelner Individuen, die, wenn sie sich des unabwendbaren Endes ihres körperlichen Daseins bewußt geworden sind, beginnen, sich schadhaft anderen Individuen gegenüber gemäß dem Motto „Nach mir die Sintflut“ zu verhalten und Leid erschaffen oder schlicht depressiv, traurig, streitsüchtig oder frigide werden. Die Illusion der Endlichkeit des Raumes selbst, erzeugt in der Illusion der Entität, die sich als viele (Menschen) fehlwahrnimmt, Konflikt aus der Angst vor Mangel an Territorium und Nahrung und ergo wieder Leid.

Die Bewertung der scheinbar als im Außen existierenden und sich als konfliktbesetzt und Wettstreitcharakterisiert präsentierenden Welt durch ein individualisiertes Bewußtsein (Mensch) ist ein Hemmnis beim Erlangen der Wahrnehmung tatsächlicher Realität und Befreiung aus der Illusion/Halluzination. Diese Bewertung drückt den Glauben eines Individuums aus, es stünde in Opposition zu anderen Individuen und Umständen, die im Extrem dieser Fehlwahrnehmung scheinbar aus böser Absicht heraus zum Nachteil gegenüber einem anderen Individuum handeln. Dieses Oppositionsparadigma resultiert aus einer ursächlichen vom Universellen Bewußtsein entstandenen Fehlgedankenreihe, welche in dem Verweilen in einer Illusion/Halluzination mündete und detailliert im spirituellen Monumentalwerk „Ein Kurs In Wundern“ beschrieben wird.

„Bewertung“ reicht von einfacher Deutung (dies ist ein Auto) bis hin zu komplexeren Bewertungsmustern, die meist in negative Qualitäten, wie Abfälligkeits-, Angriffs- und Verurteilungsgedanken mit den korrespondierenden Emotionen münden. Eine spontane Idee des Universellen Bewusstseins von aggressiver Konkurrenzqualität mündete durch die schöpferische Macht dieses Universellen Bewusstseins in scheinbar greifbare Form oder Materie, von der wir immer konkreter annehmen können, daß diese nicht fest ist und auch nicht auf einem Higgs Boson (kleinster Baustein der Teilchenphysik) basiert. Man verfolgte mehr oder weniger begeistert die Verleihung des Nobelpreises an Francois Englert und Peter Higgs für die Vorhersage des Higgs-Bosons, nur um dann einige Zeit später in der Wissenschaftsliteratur zu erfahren, daß es sich bei dem identifizierten Teilchen am Tevatron-Beschleuniger vielleicht doch nicht um das Higgs-Boson, sondern schlicht um das masseärmste Mitglied einer neuen supersymmetrischen Teilchenfamilie handeln könnte. Wie man es schon kennt: Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

Auffällig überwiegend in negative Qualität münden Bewertungen aufgrund der ersten Ursache der Kausalkette, die dieses Universum in einem fiktiven Basisurknall hat entstehen lassen und jedes individuelle Bewußtsein durch Geburt, als eine weitere Form der Trennung. Zellteilung ist hier ein bezeichnender Begriff mit Betonung auf Teilung = Trennung auf materieller Ebene als Manifestation der Illusion, die als roten Faden Opposition und Voneinander-Getrenntsein hat. Jede Geburt ist eine Progression in der spirituellen Entropie und Ausweitung der Illusion. Es existiert jedoch eine korrigierende Instanz, die dafür sorgt, daß diese Entropie gebremst und umgekehrt wird. Dies geschieht durch Informationen, die von unser aller Quelle über diverse Kanäle in das Bewußtsein der Menschen geführt wird. Intuition, Eingebung, in Träumen, durch das Inkarnieren von Wegweiser-Individuen, wie z.B. Krishna, Jesus, Buddha, Horus, etc. In oszillierenden Zyklen im Kleinen und im Großen, entwickelt sich das Gefüge zurück zur Erkenntnis dessen, was es wirklich ist. Phasen des Leids, des Konfliktes, des Krieges wechseln sich ab mit Phasen der Harmonie, der Liebe und des Aufbaus. Ähnlich einem Aufwärtstrend einer Aktie, bei der es Rücksetzer in der Preisdynamik gibt, existieren diese Rücksetzer auch im menschlichen Bewußtsein. Gute Tage, schlechte Tage bis hin zu ganzen Zeitaltern des Leids und Zeitaltern des Glücks.

Was nun?

Das einzig relevante Primärziel eines Individuums ist daher, die Illusion oder Wahnvorstellung zu korrigieren, indem es durch die Heilung seiner eigenen Individualneurotischen Symptomatiken dem Universellen Bewußtsein eine Teilkurierung seiner sich in der kettenreaktionsartig ausbreitenden spirituellen Entropie zukommen zu lassen. Die schöpferische Macht eines jeden Menschen kann in Form von Heilung (bei sich selbst oder anderen), unmittelbar dazu beitragen. Die Macht zu Heilen ist proportional linear in Abhängigkeit des Erkenntnisgrades seiner wahren Natur durch das Individuum und wird sukzessive müheloser und effektiver ausagierbar, je weiter sich das Individuum aus konfliktbehafteten Kausalketten befreit und die Realität anerkennt. Dies fällt sehr schwer, da sich alles doch so real anfühlt. Aber keine Bange: Tom Cruise hat es auf dem Dach in der finalen Szene in Vanilla Sky ja auch hinbekommen, obwohl der Psychologe (gute Analogie zum menschlichen Ego-Bewußtsein) ihn abhalten wollte, die Wahrheit zu erkennen. Bitte nicht vom Dach springen jetzt! Die Beendigung des körperlichen Lebens bringt nicht den Ausbruch aus der Illusion. Es führt schlicht zu vorzeitiger Reinkarnation und dem Neu-Durchleben des ganzen Mists, wie Klausuren in der Schule, nervige Lehrer, Essen und Fahrradfahren lernen, Sprechen lernen, Unfälle, Streß, Existenzkampf, etc. Wer noch nicht an Reinkarnation glaubt, dem seien die Bücher von Prof. Dr. Ian Stevenson empfohlen.

Form und Individuen nicht länger als reale Bedrohung im Außen anzuerkennen, sondern sie als Bestandteil einer ko-kreierten, ultrareal wirkenden Illusion in Hologrammform anzuerkennen, erfordert tägliche Praxis eines Weges zum Zurückerlangen der echten Wahrnehmung. Sei es Yoga, das Studieren von „Ein Kurs In Wundern“, Kabbala, Buddhismus oder einer der anderen Wege zur sagenumwobenen Erleuchtung. Dies befreit das Individuum aus Sinnleere (Was bin ich und was soll ich hier?), Angst, Aggressivität, zwanghaftem oder latentem Konkurrenzdruck und weiteren leidvollen Emotionen, was der Heilung des Universellen Bewußtseins zugute kommt, das wir alle schließlich anteilig selbst sind. Emotionen sind das ultimative Endresultat allen Erlebens dessen, was wir im Außen wähnen und es permanent bewerten, sowie unseren Worten, Gedanken und Handlungen. Somit gilt: Bemesse die Welt nicht an ihren Erscheinungen! Anerkenne den Umstand, daß Du nicht Dein Körper bist bist, sondern ein Fragment eines halluzinierenden Wesens, das geheilt werden muß.

Wie Innen – So Außen

Der Grad an Heilung, bzw. Erfolg in der Wahrnehmungsverschiebung in Richtung Einheitsbewußtsein und ultimativ der Heilung von der Illusion ist durch einen leicht auswertbaren Indikator zu messen: Die graduell wachsende Erhöhung der Lebensqualität und der sich sukzessiv mehrende Austausch von Empfindungen leidvoller Qualität, ausgelöst durch entsprechende Lebensumstände, Situationen, Interaktionen mit Menschen und Ereignissen mit Empfindungen von Freude, Glück, Entspannung und Liebe, ausgelöst durch wiederum Lebensumstände, etc. anderer Qualität. Die Wahrnehmung und Geisteshaltung ändert sich zuerst. Danach folgt mit (scheinbarem) Zeitverzug die Restrukturierung des Außens. Partnerschaften, monetäre Situation, Gesundheit, Sinnfindung. Dies alles wird umso schneller manifestiert, je mehr man sich der wahren Natur der Welt und des sog. „Lebens“ bewußt wird: Nämlich, daß es eine Illusion ist.

Jedes individuelle Bewußtsein (Mensch) ist zentraler Wahrnehmungsmittelpunkt seines eigenen Universums. Es ist hier bemerkenswert, wie dieses Faktum wissenschaftlich untermauert werden kann: Die Lypoproteine auf der Oberfläche menschlicher Zellen vibrieren mit einer Frequenz von 10 hoch 11 Hertz. Kalkuliert man nun die Größe einer menschlichen Zelle mit einer Relativitätsphysikalischen Gleichung zum Erhalt eines Datenpunktes und stellt diesen auf einem Chart (siehe nachfolgendes Diagramm) dar, sieht man, daß die menschliche Zelle nicht nur der Schwarzschildschen Bedingung des schwarzen Loches folgt, sondern der aus der Berechnung hergeleitete Datenpunkt aus Radius und Frequenz in der Mitte eines Datenstrahls liegt, auf dem sich an dessen unteren rechten Ende das Universum, gefolgt von Quasaren, etc. und oben links die Planklänge befindet. Nicht genug damit, daß diese Objekte sich allesamt auf diesem Datenstrahl linerar ausrichten. Die menschliche Zelle liegt zudem noch in der Mitte.

event-horizonsDie biologische Auflösung der menschlichen Zelle ist die Verbindung und Datenübertragungsgrenze zwischen dem größten und kleinsten Objekt und somit Hinweis auf den in körperlicher Form (Mensch) manifestierten Ausdruck individuellen Bewußtseins als Zentrum des Universums. Dies muß man einmal sacken lassen. Ein jedes individuelles Bewußtsein transferiert sämtliche gesammelten Informationen und Sinneseindrücke durch die eigene Datenübertragungsgrenze in die Unendlichkeit des eigenen Universums und weiterführend in das universelle Bewußtsein. Je mehr veränderte Wahrnehmung (Identifizieren des Außen als Halluzination und somit nicht real) durch ein Individuum dem universellen Bewußtsein zugeführt wird, desto eher löst sich die Halluzination auf. Das Universum und jeder Mensch natürlich auch. Aber hey, etwas Altruismus muß sein.

Universen können somit als Messfelder bezeichnet werden mit einem Sensor (Mensch) im Zentrum, welche dem Universellen Bewußtsein Erfahrungen und Emotionen zuführen in seiner illusionären, selbsterschaffenen Welt. Das bekannte Doppelspaltexperiment der Quantenphysik belegt, daß erst durch den Meßvorgang konkrete Teilchenform an konkretem Ort entsteht. Will heißen: Erst durch das Beobachten oder Wahrnehmen entsteht Materie! Selbige ist daher die Konkretisierung und Auskristallisierung der Intentionen und Halluzinationen, sowie den Wahrnehmungen selbiger durch das Universelle Bewußtsein in Form der abgespaltenen Indiviualbewußtseine.

Abwehr oder Anerkenntnis?

Energie kann diverse Formen annehmen und scheinbare Dichtegrade erreichen, von Licht bis hin zu Materie. Quantenphysiker sagen, etwas tritt aus der Wellenfunktion oder Superposition in die Materieform ein, wobei sie selbst immer noch spekulieren, was die Ursache der Phänomene ist, die sie versuchen, durch Fachausdrücke und Formeln, in einer endlosen und naturgemäß zum Scheitern verurteilten Reihe von Experimenten greifbar zu machen. Immer mehr Wissenschaftler schlagen den spirituellen Weg ein, da die Wissenschaft bis dato nicht einen einzigen Beleg erbringen konnte, daß die Quelle allen Seins kleinste Bauteilchen sind, die sich durch Zufallsprozesse selbst organisieren und nicht der Geist. Lediglich die Interaktionen von Materie und Energieformen wird analysiert, bewertet, benannt und bildet dann aus der Angst, etwas nicht kontrollieren zu können, das unantastbare Paradigma, daß alles ein materielles Universum ist. Angenehme, reproduzierbare Abläufe wünscht sich der ängstliche Mensch, wie ein kleines Kind im dunklen Keller den Lichtschalter gegen das Monster. Man hat den Laden im Griff irgendwie. Leider wird hierbei schnell vergessen, daß, egal mit wie vielen wichtig klingenden Formeln und Theoriesätzen die Wirkungen gehandhabt werden, es immer noch nur die Wirkung behandelt und nicht die Ursache.

An einem bestimmten Punkt merkt man, daß es zielführenderer ist, nicht länger einen Weg zu beschreiten, der ausschließlich die Wirkungen oder Darstellungsfacetten des Geistes im Messfeld analysiert und durch die Faszination der Mannigfaltigkeit dieser Darstellungen, gespickt mit allerlei Fachvokabular und technischem Gerät, versucht, die kausale Reihenfolge (Darstellung=Wirkung) umzudrehen, um dann, wie manisch getrieben, im Endresultat die schmerzvolle Antwort erhalten zu wollen, daß der Tod das Ende ist, man nur ein Zufallsprodukt aus sich selbst organisierenden kleinsten Bausteinen ist und ergo ein tieferer Sinn des Daseins als Individuum, wie auch der gesamten Spezies faktisch nicht vorhanden sein kann. Das Ergebnis dieses um sich greifenden Paradigmas sieht man allenthalben in Form von Depressionen, Streß, stets wahnsinniger werdenden Interaktionen zwischen Menschen in diversen Formen, wie Kriegen, Perversionen, Folter, Schulamokläufen, wie auch dem stetig wachsenden Konsum von Psychopharmaka.

Eine Erde, die irgendwann in einer sich aufblähenden Sonne (Roter Riese) verglüht mit dem korrespondierenden Ende der gesamten Menschheit, führt nun einmal zwangsläufig jedes Ansinnen einer nachhaltigen Handlung, wie auch den jedem Tier und Mensch innewohnenden Arterhaltungstrieb im ultimativen Endergebnis des Verglühens ad absurdum und das Enden einer Seele im dunklen Nichts nach dem Ableben, ist dann auch nicht gerade Euphoriestiftend. Das instinktive Verdrängen dieser dann und wann aufflackernden unangenehmen Gedanken, werden im Unterbewußtsein kultiviert, wo sie unkontrolliert wuchern, anstatt im Bewußtsein logisch und intuitiv hinterfragt und re-evaluiert zu werden. Das Ergebnis tritt dann in den diversen o.g. gestörten Formen zutage.

Fazit: Nur leidvolle Emotionen entstehen durch den Glauben an eine Welt, die sich in Form polar getrennter Darstellungsvariationen präsentiert, in Opposition zu einem selbst zu stehen scheint und durch das Konzept „Raum“ eine furchteinflößende Endlichkeit vermittelt, samt einhergehender negativer Folgen. Daher ist eine Veränderung des Blickwinkels auf das, was alles um einen herum und man selbst ist, die Therapie der Wahl, alle negativen Daseinszustände, Emotionen und Erscheinungsformen zu kurieren. Quasi das Übel an der Wurzel packen.

Gleiches zieht Gleiches an

Energie folgt Aufmerksamkeit. Wie beim Doppelspaltexperiment erst beim Beobachten aus einer Welle ein Teilchen an einem bestimmten Ort der Aufmerksamkeits-Fokussierung wird, so funktioniert dies auch mit mehr oder weniger (illusionärem) Zeitverzug in (scheinbar) größeren Dimensionen. Wie ein Mensch in einem Luzidtraum das Geschehen zu steuern vermag, oder hynagoge Bilder/Szenen durch seine Intention modifizieren kann, so kann er auch im Nicht-Traumzustand die scheinbar real existierende Welt und sein Universum durch Aufmerksamkeit strukturieren. Die Hermetische Lehre vermittelt nette Techniken, die Illusion zu gestalten.

Die Universen der Individuen können sich partiell überlagern. Somit werden die Universen verschiedener Individuen sich in einer energetischen Schnittmenge dahingehend überlagern, daß sogar bei einer großen Masse an Menschen der Eindruck entsteht, dieses oder jenes Phänomen ist de facto Realität, denn andere erleben und sehen es ja schließlich auch. Dies jedoch ist lediglich eine kollektive Wahrnehmung eines Teilbereiches (Schnittmenge) der sich überlagernden Messfelder. Eine raffinierte Selbsttäuschung. Was das Auge sieht, oder der Körper erlebt, muß schließlich stimmen. Das Phänomen der Gestaltung des Universums durch die Aufmerksamkeits-Fokussierung eines Menschen, ist vielen nicht erschlossen.

Ein Mensch ist wie ein wandelnder Filmprojektor, der auf die holografische 3D-„Leinwand“ des Universums Materie aus der Wellenfunktion (wir erinnern uns an das Doppelspaltexperiment) wie Bausteine zu konkreter Form zusammenbaut und dann fasziniert bis ängstlich in Unwissenheit dieser Mitgestaltung durch sich selbst, das Resultat betrachtet. Fast so, wie der Hund, der wie von Sinnen im Kreis rennt und seinem eigenen Schwanz hinterher jagt.

Sinn und Problemlösung

Das Erkennen des Sinns im Dasein besteht darin, anzuerkennen, daß man nicht in der Form existiert, in der man sich wahrnimmt. Dies klingt irritierend, ist aber die Lösung aller Umstände, die wir als problematisch empfinden. Heilung, Befreiung von Ängsten, Depressionen, Streß und ultimativ das Ausbrechen aus dem Hamsterrad karmischer Reinkarnationszyklen, erfolgt durch das Beenden von Deutung, Verurteilung, Schuldprojektion, sowie der Verdrängung eigener Fehler. Konsequente Selbstreflektion, Vergebung und Impulskontrolle, wie dem Studieren und Umsetzen des spirituellen Weges, der einem persönlich am besten konveniert, sind der Weg zur Korrektur der chaotischen Muster im Innen und Außen. Die Beendigung von Deutung und Beurteilung ist daher Bedingung der Erlösung, oder wie es Ramana Maharshi in aller Konsequenz weiterführte:

„Der Grad der Abwesenheit des Denkens ist das Kriterium zum Fortschritt auf dem spirituellen Weg.“.

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